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1997 Chlodwig Poth
1999 Robert Gernhardt
2000 Gerhard Polt
2001 Harry Rowohlt
2002 Marie Marcks
2003 F.W. Bernstein
2004 Emil Steinberger
2005 Otto Waalkes
2006 Hans Traxler
2007 Ernst Kahl
2008 Biermösl Blosn
2009 Helge Schneider
2010 Olli Dittrich
2011 Josef Hader
2012 Franziska Becker
2013 Michael Sowa
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W A R N U N G !!!

RUDELTREFFEN II als Anhang unserer ELCH-Seite ist nichts als ein völlig begeisterter Reisebericht, der außer für die Beteiligten und die beinharten Fans für vermutlich Niemanden von Interesse ist. Muss aber trotzdem sein !

Sie wissen also, worauf Sie sich einlassen ...



RUDELTREFFEN II - SPITZINGSEE, 17. - 20.2. 2006

Unser schönstes Ferienerlebnis....

Es begab sich aber zu der Zeit, da ELCH Otto seine Brosche erhielt, dass Tini Polt, verehrteste Ehefrau unseres verehrten Alt-ELCHs Gerhard Polt, eine verwegene Idee in die Welt setzte. Es sei doch schade, argumentierte die hochkluge Dame, dass so ein nettes Familientreffen mit den Elchen immer nur einmal im Jahr stattfinde - das könne man doch durchaus öfter ertragen...

Zum Beispiel in der Heimat der Polts, am Schliersee, noch besser am Spitzingsee, und am besten mitten im bayrischen Gebirgswinter. Dort gäbe es nämlich auch einen sehr regen Kulturkreis, die JOSEFSTALER ELEFANTEN, ursprünglich hervorgegangen aus einer Eltern-Kind-Initiative; und so könne man das Ganze doch unter das Moto WILDFÜTTERUNG - ELEFANTEN FÜTTERN ELCHE stellen, sich gemeinsam ein schickes Wochenende machen und nebenbei auch eine Spezialveranstaltung im örtlichen Theater (zwecks Unkostendeckung) realisieren...

"Jojoo", meinten die Elche, "macht Ihr mal... Wir kommen dann vorbei...", und rechneten nicht mit dem sprichwörtlichen Bienenfleiß der Elefanten. Denn das Vorhaben konkretisierte sich zunehmend, eine bezaubernde Einladungskarte erreichte die Beteiligten, verheißungsvolle Angebote wurden gemacht...

Wie es sich bei solchen Veranstaltungen gehört, stand drei Tage vor dem avisierten Beginn alles auf der Kippe - jahreszeitlich erwartbar gab es auf Elch- wie auf Elefanten-Seite krankheitsbedingte und schwerst bedauerte Absagen, die aber veranstaltungstechnisch aus den eigenen Reihen aufgefangen werden konnten.

Und so machten sich am Freitag, den 17. Februar, Elche und Elefantenfreunde aus der ganzen Republik auf zum Schliersee.

Im Laufe des Nachmittags trudelte die ganze Horde im Stundentakt gemütlich am tiefverschneiten Schlierseer Bahnhof ein - wo ein bestens gelaunter Gerhard Polt zusammen mit diversen Platzhirschen als Fahrdienstleiter fungierte und seine augenreibenden Gäste auf 1085 Meter zum Tagungshotel "Arabella Sheraton" direkt am Spitzingsee chauffierte. Da lag auch Schnee. Aber richtig. Den Beteiligten ging sehr angemessen das Herz auf. Und blieb fast 72 Stunden weit offen.

Das wunderschöne und verschwenderisch ausgestatte Hotel (Schleichwerbung muß sein !) lockte mit verschiedensten Wellness-Angeboten; vor allem aber wärmten uns das erste Mal die vielen kleinen Details, die sich die Elefanten ausgedacht hatten, und von denen wir noch zahlreiche weiteren erleben durften - so lag doch z.B. auf einem jeden Bett ein selbstgebackener Mini-Elefant als "Betthupferl"; und um den runterzuspülen, gab es auch ein Fläschchen Spezial-Obstler dazu. Aber das war ja nur der Anfang...

Vor der ersten "Wildfütterung" allgemeines Treffen der Auswärtigen in der Lounge...Dementsprechendes Hallo - schließlich hats nicht nur Elche in die Wildnis verschlagen, sondern auch die "Freunde"... So etwa Ernst Volland und Michael & Stefanie Sowa aus Berlin, Peter und Anuschka Haag von "Kein&Aber" aus der fernen Schweiz, Stephan Opitz aus dem ganz Hohen Norden, Verlegerin Antje Kunstmann aus München, Joseph von Westphalen, Malerfürst Gerd Dengler, Isa Baumgarten, Michaela von Weinheimer undundund...

Im fürstlich geschmückten Saale (Entwurf : na wer wohl ? Tini !) bei grandioser Speisenfolge ("regionale winterliche Kulinarien") beschnuppern sich Elche, Elefanten und Platzhirsche - und finden sich durchweg höchst sympathisch.

Nicht alles anwesende Getier ist "korrekt anzusprechen", wie der Jäger sagt, aber ein paar seien genannt, begleiteten sie uns doch durch die nächsten Tage und Nächte :
Sybille & Hans Strack-Zimmermann (erstrangige Strippenzieher), Hermann Mayer-Gaub (Quantenprofessor und Pulloversammler) mit seiner reizenden Frau Gabi, Rosi und Fritz Polifka (erstere excellente Koordinatorin, letzterer Magnetschwebebahnmitentwickler - tolles Wort ! -), Lisa und Wolfgang Schindler, der Bergfex und Schuhwerküberprüfer, Uschi Häusler (Glanzrolle als "Nummerngirl" !), Wirbelwind Marianne Gmelin, Tina und Hubert Heinhold (vorsorglich, falls was schief geht - beide Anwälte), die reizende Irene Hoffmann, Lioba Ströder (Kinderärztin, sicherheitshalber wegen Jung-Elch Hans Traxler engagiert) - und : die Herren Hans, Stofferl und Michael Well (von denen später noch sehr zu reden sein wird...).

Schon ein wenig irritierend für die versammelten Nordlichter : die echte Herzlichkeit, die uns entgegenströmt... Im Nullkommanix ist alles per "Du"; sorgsam geplante Sitzordnungen werden bedenkenlos aufgehoben - als dann noch das Hege-Personal Hilmar Beck und WP Fahrenberg "Göttinger Würste" (zum Heinrich-Heine-Gedenktag) verteilen und Michael Sowa als Gastgeschenk eine Elefanten-Zeichnung auspackt, schlagen die Wellen hoch.... Lange Nacht....

Nach dem frühmorgendlichen Besuch diverser Thermalquellen und kräftezehrendem Frühstück trifft sich das inzwischen kaum mehr unterscheidbare Rudel von Multihufern am See zum "Eisstockschießen". Das kennen die Nordländer nicht, und werden von Cheftrainer Gerd Polt majestätisch eingewiesen. Also : es geht darum, ziemlich schwere Metallplatten mit Griffen dran durch die Gegend zu werfen, tunlichst in Richtung auf den "Daum" (eine Art "Puck"), dann kommt es aufgrund geheimnisvoller Regeln zu zahlreichen Vermessungen und in der Folge zu wüsten Schlägereien, die kurzfristig unterbrochen werden, um "Weißwürschtl zu zuzzeln" und Laugenbrezln zu vertilgen, oder auch einen "Jagertee" zu sich zu nehmen, der zu etwa 95% aus Rum besteht. Unglaubliche sportliche Leistungen werden vollbracht von Bernd Eilert, von Hans Traxler und von Jutta Franzkewitsch aus der "Hartwurst-Gruppe", während die "Teewurst-Gruppe" mit (Namen von der Red. aus purer Freundlichkeit gestrichen) den Daum bis auf zwei Meter vom Abwurf heranzieht, um überhaupt mal ein Erfolgserlebnis zu haben. War ja klar, wer Sieger wird - WIR !

Die friedvolle Ruhepause am Nachmittag haben sich alle redlich verdient.

Sie dauert indes nicht allzu lange : ein Bus steht bereit, um uns Pauschalreisende (all inclusive) einige Etagen tiefer in den Ort Schliersee zu bringen, und ebendort in das vielgerühmte "Terofal Bauerntheater". Potzblitz ! - Das Teil ist wirklich bezaubernd - gewiss eine der schönsten Lokalitäten dieser Art in ganz Bayern ! Dazu sowas von überfüllt... Der gesamte Ort (plus umliegender Täler) scheint an diesem Abend nichts anderes zu tun zu haben, als mit uns durchreisenden Schlawinern eine Party zu feiern... Getränke und köstliche Speisungen sind für jedermann frei, irgendjemand ( Tini ?) hat zudem "Dirndlzwang" für die Damen verfügt (entzückend ! ehrlich !) - und schon tut sich auch Erhebliches auf der Bühne... Wobei dem braven Berichterstatter umgehend die Worte fehlen - man lese das doch bittschön im anliegenden Bericht der SÜDDEUTSCHEN nach... In aller Kürze : die Gebrüder Well aka Biermösl Blosn zeigen schon zum Auftakt, wo hier satirisch & volkstümlich der Hammer hängt - eine umwerfende Moderatorin (wie war doch gleich ihr Name ?) stimmt aufs Beste ein - dann toben die Eilerts, Westphalens, Spolas & Pescheks, Traxlers und Hackes (Axel - geniale Performance !) über die stimmungsvolle Bühne. Unvergleichlich unsere beiden jungen "alten Damen" : Marie Marcks und Anna Poth, die der ELCH-Zunft alle Ehre machen. Hinterdrein und obendrauf gibt's dann auch noch den Elchofanten-Hirsch in Bestform : Gerd Polt... Haben Sie, lieber Leser, schon mal erlebt, wenn Elefanten jubeln ? Ja ? Dann sollten Sie Elefanten erst mal erleben, wenn zum "Volkstanz" gerufen wird... Die Wells, unterstützt von ihren Familien und Freunden, musizieren zum Verlieben schön - und auch die preußischen Gäste werden schließlich mitgerissen, der Schweiß fließt in Sturzbächen, schneller, noch schneller... Was passiert da mit uns ?

Das fragen wir uns unentwegt im Rest der ziemlich kurzen Nacht - und kommen einfach nicht dazu, uns zu antworten, denn nach schnellem Frühstück ist ein Treffen vorm Hotel angesagt, zwecks Verteilung der diversen Gäste in anstehende event-Gruppen... Die überbordende Elefantenphantasie hat eine Fülle von Möglichkeiten ersonnen : vom Aufregendwintersportlichen bis zum Geruhsamgenussvollen. Details erfragen Sie bitte bei den jeweiligen Teilnehmern - etwa bei der "Wandergruppe", die ein ums andere Mal in kinnhohem Schnee strandete und sich zwischendurch am Anblick eingefrorener Wasserfälle labte, oder der "Skigruppe", die sich todesmutig von Steilhängen herabstürzte... Der Schreiber dieses glaubte an einen eher gemütlichen Tag, als er sich der "Schlittengruppe" anschloß; was sich alsbald als Irrtum herausstellte.

Ruhig begann die Tour - in diversen Autos fuhr man in strahlender Sonne zum Birkenstein, besichtigte die weltferne Kapelle und den Wallfahrtsort der Fatima, machte einen Abstecher zu einer sinnverwirrenden Barockkirche und traf sich dann im faschingsmäßig geschmückten "Klosterstüberl Fischbachau" (Geheimtipp !). Fix gings weiter - wartete doch am See schon ein formidabler Pferdeschlitten, der uns durch schier unbeschreibliche Landschaften zu einer einsamen Berghütte brachte, wo frische Apfelstrudeln ihrer Vertilgung harrten. Dann wurde es kriminell - eine diesmal "echte" Wildfütterung stand an; lockere 200 Höhenmeter im Tiefschnee sollten zu bewältigen sein. Das traute sich nur der "harte Kern" zu... ("Wir kommen ja gleich wieder !") Geführt vom Förster Martin, übrigens ein nach Aussagen der anwesenden Weiblichkeit "ausgesprochen hübscher Mann", schleppte sich die kleine Truppe in die Wildnis - und ward Zeuge eines für Normaltouristen nicht vorstellbaren Aufmarsches von Platzhirsch Fritz und seinem Gefolge von gegen 50 Stück wilden Getiers... Das war so schön, dass es dauern musste. Nur mit großer Mühe konnten wir schließlich unsere zwischenzeitlich am Schlitten festgefrorenen Gefährten loshacken, und machten dann den groben Fehler, auch ihre Zungen vom Eise zu befreien...

So. Das wars dann aber auch. Wir können nicht mehr.

Dachten einige bis alle von uns, als wir das Hotel wieder erreicht hatten.

No chance. Eine endlos lange Wanderung (so schiens) führt uns zum großen Abschluss-Abend in die Wurzhütte - und das ist nun endgültig das, was man hier im Norden "zünftig" nennen würde. Nach passend deftigem Essen werden wir von einem meganetten Bergbauernbuam (der Ortsbürgermeister ?) in die Geheimnisse des "Schaffkopf" eingeweiht... Es macht Heidenspaß - aber hier haben die Nordler dann wohl doch ihre Grenzen gefunden --- wir sind intellektuell schlicht überfordert, was der Stimmung keinen Abbruch tut. Haben sich doch auch die Wells (Biermösl Blosn) wieder mit Verstärkung eingefunden, und verzaubern uns in kleiner Besetzung mit Harfe, Zither, Gitarre und kehlkloßerzeugendem Harmoniegesang in dieser kleinen, kuscheligen Hütte auf das Seelenstreichelndste... Wir fliegen, gemeinsam, und es werden verschiedentlich Tränchen in Augenwinkeln gesichtet.

Eigenartig - obwohl sich der Alkoholgenuss an diesem Abend in recht engen Grenzen hielt, kann sich am nächsten Morgen kaum noch jemand daran erinnern, wie wir zurück ins Hotel gekommen sind...

Tja - der nächste Morgen... Er ist ja auch schon der letzte im Paradies der Elefanten.

Es hilft auch nicht, das Brötchen besonders langsam zu kauen - der Bund zerbricht zwangsläufig und mit fortschreitender Zeit... Unsere Gastgeber bringen uns zu den heimwärtsruckelnden Zügen, glücklich lächelnd, aber wohl auch ganz froh, dass alles so gut überstanden ist...

Wir - die Elche, die Elchfreunde und der ganze Rest - träumen weiter...

DANKE, TINI !

DANKE, GERD !

DANK, IHR ELEFANTEN !!!

Wir sehen uns wieder !!!