Home Der Göttinger ELCH
Ausgezeichete Elche:
 Verleihung   Fotos   Urkunde   Laudatio   Vita   Werke   Elefantenbesuch   Special   Ausstellung   Presse 
1997 Chlodwig Poth
1999 Robert Gernhardt
2000 Gerhard Polt
2001 Harry Rowohlt
2002 Marie Marcks
2003 F.W. Bernstein
2004 Emil Steinberger
2005 Otto Waalkes
2006 Hans Traxler
2007 Ernst Kahl
2008 Biermösl Blosn
2009 Helge Schneider
2010 Olli Dittrich
2011 Josef Hader
2012 Franziska Becker
2013 Michael Sowa
2014 Georg Schramm
2015 Rudi Hurzlmeier
2016 Max Goldt
2017 Gerhard Gläck
News
Geschichte
Oheim Lichtenberg
Rudeltreffen
Rudeltreffen II
Links
Impressum

Vita

Michael Sowa wurde 1945 in Berlin geboren. Er studierte Kunstpädagogik ebendort an der Hochschule der Künste, arbeitete nach Abschluss des Studiums aber nur ein halbes Jahr lang als Kunsterzieher; dann entschloss er sich zur Selbstständigkeit als freischaffender Künstler. 1987 stellte er (zusammen mit Ernst Kahl) erstmals in der Berliner "Galerie am Chamissoplatz" aus. Etwa zur gleichen Zeit gründete Michael Etter in Berlin die "Inkognito Gesellschaft für faustdicke Überraschungen", die zunächst als Vertriebsmöglichkeit für schräge Werbeartikel gedacht war; für die ersten sieben Postkarten, darunter "Köhlers Schwein", griff er auf Motive seines Freundes Sowa zurück. Diese Postkarten wurden (wie viele später folgende) zu einem durchschlagenden Erfolg und machten Sowas Werke einem breiten Publikum bekannt. Aufgrund von Illustrationen in einer Wahlkampfbroschüre der AlternativenListe Berlin wurde Robert Gernhardt auf Sowa aufmerksam, besprach die Bilder des ihm noch unbekannten Künstlers überaus positiv und ermöglichte dessen Mitarbeit im Satire-Magazin TITANIC. 1992 lud ihn das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zu einer großen und vielbeachteten Ausstellung (gemeinsam mit F.W. Bernstein) ein.

Sowa traf aber nicht nur mit seinen Einzelwerken den Geschmack der Zeit; seine besondere Art der ebenso zurückhaltenden wie evokativen und die jeweilige Geschichte fortführenden Illustration wurde von vielen, sehr unterschiedlichen Autoren geschätzt, die sich seitdem um seine Mitarbeit bemühten. Hohes Lob erhielten etwa seine Bilder zu Romanen von Irene Dische/Hans Magnus Enzensberger und zu Elke Heidenreich. Zum Millionenerfolg wurden die Kooperationen mit dem Schriftsteller und Glossisten Axel Hacke ("Der weiße Neger Wumbaba", "Kleiner König Dezember"); der Bildband "Arche Sowa" erschien in zahlreichen Ländern, seine Postkarten wurden weltweit vertrieben. 2002 erschien ein Bild Sowas auf dem Cover der legendären Zeitschrift "The New Yorker". Als Sowa Bilder und Objekte für Jean-Pierre Jeunets Kinofilm "Die fabelhafte Welt der Amélie" schuf, erhöhte das seine internationale Akzeptanz nochmals; durch die Ausstattungen für "Wallace & Gromit : Auf der Suche nach dem Riesenkaninchen" von Nick Park verstärkte sich das Interesse weiter. Besonders in Japan geniesst Sowa nach verschiedenen großen Einzelausstellungen inzwischen außerordentliche Popularität bzw. ist einer der bekanntesten europäischen Künstler. In Deutschland sorgten u.a. die Bühnenbilder und Kostüme, die Sowa zusammen mit Vincent Callara für Mozarts "Zauberflöte" in den Aufführungen der Frankfurter Oper entwarf, für einen vieldiskutierten Publikumserfolg.

Michael Sowa lebt und arbeitet in Berlin; er ist verheiratet und hat drei Kinder.